GNSS-Grundlagen: Basiswissen über globale Positionierungssysteme
Wie viele Satellitennavigations- und Positionierungssysteme gibt es heute weltweit?

Ursprünglich war die Satellitennavigation für militärische Anwendungen gedacht: Sie ermöglicht es, Waffen präzise ins Ziel zu bringen. Im Mai 2000 stellte die US-Regierung die Nutzung der Selective Availability ein, um GPS besser auf zivile und kommerzielle Nutzer weltweit auszurichten. Schon bald wurden GPS-fähige Geräte für gewerbliche Nutzer und Verbraucher weltweit breit vermarktet – für die Navigation zu Land, in der Luft und auf See sowie für die raumbezogene Messung von Längengrad, Breitengrad und Höhe. GNSS-Empfänger dekodieren Zeitsignale, mit denen Nutzer die Zeit auf 100 Milliardstelsekunden genau bestimmen können. Diese Funktionen für Zeitstempelung und Zeitsynchronisation werden erfolgreich in Energie- und Wassernetzen, Telekommunikationsnetzen und im Finanzwesen eingesetzt.
In Verbindung mit drahtloser Kommunikation wie 4G-LTE-Netzen, Wi-Fi oder ISM-Band-Modulen ermöglichen GNSS-fähige Geräte Echtzeit-Logistik, verschiedene standortbezogene Dienste sowie die Ortung von Fahrzeugen, Gütern und Personen – bis hin zum Einsatz bei Strafverfolgungsbehörden und zur Ortung von Haustieren. Eine höhere Positionsgenauigkeit erreichen die Empfänger durch die Nutzung mehrerer Konstellationen oder differenzieller Referenzsignale aus dem Bodensegment. Mit dem technischen Fortschritt werden die GPS-Satelliten im Raumsegment durch die Programme Block IIR(M), Block IIF und Block III weiterentwickelt, während im Bodensegment der Architecture Evolution Plan (AEP) und das Advanced Control Segment (OCX) verbessert werden.
Weitere Informationen zu GPS-/GNSS-Anwendungen finden Sie unter folgendem Link: https://grindgis.com/50-uses-or-applications-of-gps/